Von Heynitz, Martina: Zur Bedeutung von Überzeugungen für literar-ästhetische Lehr-Lernprozesse

Martina von Heynitz (Westfälische Wilhelms-Universität Münster) Zur Bedeutung von Überzeugungen für literar-ästhetische Lehr-Lernprozesse

 

Im Anschluss an eine v.a. kognitiv ausgerichtete empirische Erforschung literarischer Verstehensprozesse werden derzeit verstärkt literar-ästhetische Aspekte fokussiert. Fachdidaktische Modellierungen und bildungsadministrative Vorgaben bieten bislang wenig ausdifferenzierte und z.T. eher konträre Orientierungen.

Fraglich ist also, wie sich Lehrende und Lernende positionieren. In diesem Zusammenhang will das geplante Vorhaben lehrer- und lernerseitige Überzeugungen zur Spezifik des Literaturunterrichts in den Blick nehmen, da sie sich als relativ stabil gegenüber äußeren Einflüssen erweisen. Im Rahmen einer qualitativen Interviewstudie mit Lehrenden und Lernenden verschiedener Schulstufen sind Fragestellungen nach der fachlichen Identität und dem damit verbundenen Selbstkonzept im Literaturunterricht leitend. Aus der vergleichenden Gegenüberstellung beider Perspektiven sind Einsichten hinsichtlich der Ge-/Misslingensbedingungen literarischer Lehr-Lernprozesse zu erwarten.

Literatur:

  • Fives, H./Gill, M.G. (2015): International Handbook of Research on Teachers` Beliefs. New York, London.
  • Pieper, I./ Wieser, D. (2012): Fachliches Wissen und literarisches Verstehen. Frankfurt a. Main.

Kontakt: Martina.von.heynitz@uni-muenster.de