Stutz, Franziska: Lesemotivation, Lesehäufigkeit und Leseverständnis in den frühen Grundschuljahren

Franziska Stutz (Universität Potsdam) Lesemotivation, Lesehäufigkeit und Leseverständnis in den frühen Grundschuljahren

 

Die Fähigkeit, verstehend zu lesen, ist in der heutigen Zeit eine Schlüsselkompetenz für Erfolg in fast allen Lebensbereichen. Über kognitive Faktoren hinaus ist die Lesemotivation (LM) ein wichtiger Prädiktor dieser Fähigkeit (Schiefele et al., 2012). Dabei wird allgemein zwischen den Dimensionen der intrinsischen und der extrinsischen LM unterschieden, welche sich ihrerseits aus den Gründen ableiten, die die Person für das Lesen hat.

Ziel dieser Arbeit war es, das Konstrukt der LM in den frühen Grundschuljahren zu untersuchen, Zusammenhänge mit dem Leseverständnis zu betrachten und Wirkmechanismen hinter diesen Zusammenhängen zu beleuchten.

Es wurde vermutet, dass LM schon in den frühen Grundschuljahren ein multi-dimensionales Konstrukt ist. Dabei sollten die Facetten der intrinsischen LM positive Zusammenhänge mit der Lesehäufigkeit und dem Leseverständnis zeigen, während die extrinsische Lesemotivation entweder gar nicht oder negativ mit der Lesehäufigkeit und dem Leseverständnis verknüpft ist. Diese Zusammenhänge sind vermutlich wechselseitig (Morgan & Fuchs, 2007).

Anhand einer Stichprobe von ca. 1050 Grundschülern wurde ein Cross-Lagged Panel Modell spezifiziert, das die angenommenen Beziehungen näher beleuchtet.

Literatur:

  • Morgan, P. L., & Fuchs, D. (2007): Is there a bidirectional relationship between children’s reading skills and reading motivation? Exceptional Children, 73(2), 165–183. doi:10.1177/001440290707300203

  • Schiefele, U., Schaffner, E., Möller, J., & Wigfield, A. (2012): Dimensions of reading motivation and their relation to reading behavior and competence. Reading Research Quarterly, 47(4), 427–463. doi:10.1002/RRQ.030

Kontakt: stutz@uni-potsdam.de

Projektgruppe: DFG Graduiertenkolleg 1668-1, PIER-Studie