Szubert, Stephan: Die Arbeit mit Satzanagrammen. Ein exploratives Forschungsprojekt

 

Montag, 19.9.2016

14:00-14:45 Uhr

Stephan Szubert (Pädagogische Hochschule Heidelberg) Die Arbeit mit Satzanagrammen. Ein exploratives Forschungsprojekt

 

Der Beitrag berichtet über ein Forschungsprojekt, mit dem untersucht wurde, ob es für bestimmte Aspekte des sprachlichen Könnens förderlich ist, an auf Textzusammenhänge bezogenen Satzanagrammen zu arbeiten.

Die teilnehmenden Grundschulkinder arbeiteten in angeleiteten Kleingruppen an Satzanagrammen und wurden zu Gesprächen über deren Informationsstrukturen angeregt. Mit einem quasi-experimentellen Prä-Post-Design wurde getestet, ob die Probanden sich in ihrer Fähigkeit, eine Bewertung von Informationsstrukturen in einem narrativen Text abzugeben, und dem prosodischen Segmentieren verbessern konnten.

Die eigentliche sprachreflexive Komponente des Trainings bestand aus Gesprächen über die informationsstrukturelle Gliederung der Anagramm-Sätze. Hierbei wurde hauptsächlich auf die Stellung im Vor- und Mittelfeld und daraus resultierende Gewichtungsunterschiede fokussiert. Das Potenzial des Trainings besteht vermutlich in der Bewusstmachung der Wirkung von Umstellungen auf den Textanschluss.

Literatur:

  • Szubert, S. (2015): Das „Anagramm-Training“. Ein exploratives Forschungsprojekt zur Verbesserung des sprachlichen Könnens. In: Leseräume. Zeitschrift für Literalität in Schule und Forschung 2, S. 212 – 226
  • Weaver, P. (1979): Improving reading comprehension. Effects of sentence organization instruction. In: Reading Research Quarterly 15, S. 129 - 146

Kontakt: szubert@ph-heidelberg.de