Schmitz, Anke/Schuttkowski, Caroline/Rothstein, Björn/Gräsel, Cornelia: Umgang mit Textkohäsion als Werkzeug der Texterschließung

 

Montag, 19.9.2016

15:00-15:45 Uhr

Anke Schmitz (Universität zu Köln) / Caroline Schuttkowski (Universität Bochum) / Björn Rothstein (Universität Bochum) / Cornelia Gräsel (Universität Wuppertal) Umgang mit Textkohäsion als Werkzeug der Texterschließung

 

Die verständliche Konzeption von Texten und der strategische Umgang mit diesen sind zentrale Faktoren der Texterschließung. Mit der Textkohäsion wird ein Teilbereich der Textverständlichkeitsforschung betrachtet (Schnotz, 2006). Es werden zwei Studien vorgestellt: In Studie 1 wurde mit Lautem Denken ermittelt, wie Lernende auf temporale Kohäsionsmarker in einem Sachtext reagieren und ob sie ihr grammatikalisches und lexikalisches Vorwissen zielführend im Leseprozess einsetzen. In Studie 2 lasen Lernende eine von vier Textversionen, die sich angesichts ihres Kohäsionsgrades unterschieden und deren Wirkung auf das Textverständnis erfasst wurde.

Die Ergebnisse zeigen, dass die Nutzung von Textkohäsion an spezifisches, sprachstrukturelles Wissen gebunden ist, das als Werkzeug der Texterschließung in den Deutschunterricht integriert werden kann. Diskutieren lassen sich neben den Ergebnissen die Gestaltung einer Trainingsstudie sowie Implementationsmöglichkeiten für den Unterricht.

Literatur:

  • Schnotz, W. (2006). Was geschieht im Kopf des Lesers? Mentale Konstruktionsprozesse beim Textverstehen aus der Sicht der Psychologie und der kognitiven Linguistik. In H. Blühdorn, E. Breindl & U. H. Waßner (Hrsg.), Text-Verstehen. Grammatik und darüber hinaus (S. 222-238). Berlin: de Gruyter.

Kontakt: anke.schmitz@uni-koeln.de, caroline.schuttkowski@rub.de