Krelle, Michael: „Instrumenteller“ und/oder „kulturanthropologischer“ Umgang mit den KMK-Bildungsstandards im Bereich ‚Sprache und Sprachgebrauch untersuchen’?

 

Mittwoch, 21.9.2016

11:15-12:00 Uhr

Michael Krelle (Universität Paderborn) „Instrumenteller“ und/oder „kulturanthropologischer“ Umgang mit den KMK-Bildungsstandards im Bereich ‚Sprache und Sprachgebrauch untersuchen’?

 

In den KMK-Bildungsstandards sind kulturanthropologische und instrumentelle Perspektiven nicht als Gegensätze angelegt. Das gilt insbesondere für den Kompetenzbereich „Sprache und Sprachgebrauch untersuchen“. Mit den Formulierungen in den Standards werden allerdings erwünschte Lernergebnisse benannt. Anhand von Pilotierungsergebnissen zu VERA 3 aus dem Jahr 2014 (N= ca. 3700) wird im Vortrag diskutiert, in welchem Spannungsverhältnis die genannten Perspektiven stehen, wenn man konkrete Lernergebnisse messen will. Vor dem Hintergrund der Studie werden Möglichkeiten und Grenzen beider Perspektiven diskutiert. Im Sinne einer rezeptiven und produktiven „Wortschatz-“ und „Grammatikarbeit“ (vgl. Kühn 2010) ergeben sich die größten Vermittlungschancen, wenn im Rahmen einer integrativen Aufgabenkultur Kompetenzbereiche aufeinander bezogen und vernetzt werden. Dabei sollten SchülerInnen erfahren können, wozu wir Sprache haben und was wir damit tun und erreichen können (vgl. Hofmann 2005).

Literatur:

  • Kühn, P. (2010): Sprache untersuchen und erforschen. Grammatik- und Wortschatzarbeit neu gedacht. Berlin: Cornelsen.
  • Hoffmann, L. (2005): „Funktionaler Grammatikunterricht: Grundschule“. home.edo.uni-dortmund.de/~hoffmann/PDF/FGG.pdf (abgerufen am 31.07.2015).

Kontakt: michael.krelle@googlemail.com