Hlebec, Hrvoje: Grenzen der Offenheit – ‚Neue Aufgabenkultur‘ und Grammatikunterricht

 

Mittwoch, 21.9.2016

14:00-14:45 Uhr

Hrvoje Hlebec (Universität Hildesheim) Grenzen der Offenheit – ‚Neue Aufgabenkultur‘ und Grammatikunterricht

 

Mit der ersten PISA-Studie und Implementierung der Bildungsstandards hat die Diskussion um Aufgaben in die Deutschdidaktik Einzug gehalten. Dazu fehlen in der Grammatikdidaktik zwar nach wie vor theoretische Konzepte und empirische Ergebnisse, doch findet sich auch hier die Forderung nach einer ‚neuen Aufgabenkultur‘. Als Merkmal guter Aufgaben gilt – wie in der aktuellen Aufgabendebatte insgesamt – Offenheit. Im Vortrag wird die Bedeutung offener Aufgaben für den Grammatikunterricht auf der Grundlage aktueller Aufgabenklassifikationssysteme (bspw. Maier et al. 2013) sowie grammatikdidaktischer Überlegungen zum problemorientierten Arbeiten (bspw. Funke 2005) diskutiert. Den Fokus bilden die Fragen, wie sich Offenheit als Merkmal für Grammatikaufgaben modellieren lässt, welche Interdependenzen zwischen Offenheit und unterschiedlichen Vorstellungen von grammatischem Lernen bestehen und welche Funktionen Offenheit im erstsprachlichen Grammatikunterricht theoretisch beigemessen werden können.

Literatur:

  • Funke, R. (2005): Sprachliches im Blickfeld des Wissens. Grammatische Kenntnisse von Schülerinnen und Schülern. Tübingen: Niemeyer
  • Maier, U. et al. (2013): Allgemeindidaktische Kategorien für die Analyse von Aufgaben. In: Kleinknecht, M. et al. (Hgg.): Lern- und Leistungsaufgaben im Unterricht. Fächerübergreifende Kriterien zur Auswahl und Analyse. Bad Heilbrunn: Klinkhardt, 9-45

Kontakt: hlebec@uni-hildesheim.de