Lang, Diane: Interaktionen zwischen Lehrenden und Lernenden im Kontext von Graphic Novels

 

Montag, 19.9.2016

15:00-15:45 Uhr

Diane Lang (Technische Universität Dresden) Interaktionen zwischen Lehrenden und Lernenden im Kontext von Graphic Novels

 

Graphic Novels bieten durch das Zusammenspiel von Bild und Text vielfältige Anknüpfungspunkte für kindliche Rezeptionsprozesse, stellen Lehrkräfte durch die visuelle Narrativität jedoch auch vor didaktische und sprachliche Herausforderungen. Zentrale Aspekte literarischen Lernens, Imagination und Perspektivenübernahme können in Anschlussgesprächen vor, während und nach der Lektüre angestoßen werden. Dazu laden nicht nur die Texte der graphisch erzählten Geschichten, sondern auch die Bilder ein. Die Komplexität dieses Text-Bild-Gefüges ästhetisch greifbar zu machen, sprachlich zu fassen und didaktisch fruchtbar zu machen, ist die Aufgabe von Lehrenden, die sich mit diesem komplexen Unterrichtsgegenstand auseinandersetzen.

Im Vortrag werden Interaktionen zwischen Schüler/innen und Lehrenden im Rahmen gemeinsamer Rezeptionssituationen im Primar- und Sekundarbereich untersucht. Dies geschieht am Beispiel von keyincidents (Kroon/Sturm 2002) aus Plenumsgesprächen und Interaktionen in Kleingruppengesprächen. Die sprachlichen Handlungen der Lehrenden werden dabei besonders in den Fokus gerückt. Untersucht werden die differenzierten Zugriffsweisen und Hilfestellungen, die literarisches und ästhetisches Lernen unterstützen und ermöglichen sollen.

Literatur:
  • Stark, Tobias (2012): Zum Perspektivenverstehen beim Verstehen literarischer Texte: Ausgewählte Ergebnisse einer qualitativen Untersuchung. In: Pieper, Irene/ Wieser, Dorothee: Fachliches Wissen und literarisches Verstehen. Frankfurt/Main. S.153-170.
  • Kroon, Sjaak/Jan Sturm (2002): „Key Incident Analyse” und „internationale Triangulierung” als Verfahren in der empirischen Unterrichtsforschung. In: Kammler, Clemens/Werner Knapp (Hgg.) (2002): Empirische Unterrichtsforschung und Deutschdidaktik. Baltmannsweiler. S. 96-114