Dietz, Florian: Körper, Artefakte und Kontexte. Mediale Praktiken und ihre Konsequenzen für die Wissenschaftsdisziplin Deutschdidaktik

 

Mittwoch, 21.9.2016

14:00-14:45 Uhr

Florian Dietz (Humboldt-Universität Berlin) Körper, Artefakte und Kontexte. Mediale Praktiken und ihre Konsequenzen für die Wissenschaftsdisziplin Deutschdidaktik

 

In den Sozialwissenschaften wird seit geraumer Zeit vom „practice turn“ gesprochen. Paradigmatisch werden kulturelle Praxen als sinnproduzierende Vollzugswirklichkeit verstanden. Diese sind die Folge und Auslöser situativer Versammlungen von Körpern und Artefakten. Damit geht der Verzicht auf normative Erklärungsmodelle für die Reproduktion kultureller und sozialer Handlungsformen einher, was als vielversprechender Theorieneuzugang für die Mediendidaktik Deutsch gewertet wird.

Ziel des Beitrags ist es, praxistheoretische Begründungen für induktive und habitussensible Orientierungen der Deutschdidaktik zu skizzieren.

Neben dem theoretischen Problemaufriss werden exemplarische Methoden zur systematischen Beschreibung literaler Praktiken an und mit Medien für die Deutschdidaktik erläutert und diskutiert.

Literatur:

  • Hillebrandt, Frank (2014): Soziologische Praxistheorien: Eine problembezogene Einführung. Wiesbaden: Springer VS.

Kontakt: dietzflx@hu-berlin.de