Lösener, Hans: Sprache – Inszenierung – Performativität. Perspektiven für eine Didaktik des sprachethischen Lernens

 

Montag, 19.9.2016

14:00-14:45 Uhr

Hans Lösener (Pädagogische Hochschule Heidelberg) Sprache – Inszenierung – Performativität. Perspektiven für eine Didaktik des sprachethischen Lernens

 

Was gewinnt das literarische Lernen bei der Inszenierung seiner Lerngegenstände? Beim Nachdenken über diese Frage gelangt man zu einer Dreiteilung der Kompetenzbereiche des Deutschunterrichts in die Felder der normativen Sprachrichtigkeit, der pragmatischen Sprachangemessenheit und der intersubjektiven Sprachwahrnehmung. Letzteres spielt für die Sprach- und Sozialkompetenz in Schule, Alltag und Beruf eine zentrale Rolle: Sprechen, Hören, aber auch Lesen und Schreiben werden zu poetischen und zugleich ethischen Akten, wenn in ihnen Subjekte füreinander als Subjekte wahrnehmbar werden. Aus dieser Perspektive erklärt sich die Notwendigkeit der Inszenierung von Literatur bei der Begegnung mit ihr und es wird deutlich, worin die Unverzichtbarkeit literarischer Erfahrungen für alle Bereiche des sprachlichen Lernens liegt. In dem Vortrag wird die Rolle der Inszenierung für das sprachethische Lernen anhand von Praxisbeispielen erläutert und diskutiert.

Literatur:

  • Lösener, Hans (2014): Celans Kritik der Poetik. Eine Atemwende für den Gedichtunterricht. In: Jens Birkmeyer und Constanze Spies (Hg.): Kritik und Wissen – Probleme germanistischer Deutschlehrer/ -innenausbildung. Mitteilungen des Deutschen Germanistenverbandes. H.2, (2014), S. 164–173.
  • Lösener, Hans (2015): Die Präzisierung der Subjektivität beim literarischen Lernen. In: Leseräume, Themenheft: Elf Aspekte des literarischen Lernens auf dem Prüfstand, 2, H. 2, S. 72–84.

Kontakt: loesener@ph-heidelberg.de