Dannecker, Wiebke: Geschlechter/Rollen/Spiel: Zur Inszenierung literar(-ästhet)ischen Lernens am Beispiel von Terence Blakers Jugendroman Boy2Girl

 

Dienstag, 20.9.2016

15:00-15:45 Uhr

Wiebke Dannecker (Universität zu Köln) Geschlechter/Rollen/Spiel: Zur Inszenierung literar(-ästhet)ischen Lernens am Beispiel von Terence Blakers Jugendroman Boy2Girl

 

Mit dem Ausagieren von Gender-Rollen im szenischen Spiel erprobt das Wiener Projekt (Un)Doing Gender eine spielerische Reflexion von Geschlechterrollenzuweisungen (vgl. Bidwell-Steiner/Krammer 2010, 7). Inwiefern sich ein solcher Ansatz als didaktisch-methodische Inszenierungsform für einen Literaturunterricht eignet, der auf eine Vermittlung literar(-ästhet)ischer Kompetenzen jenseits sozio‑kultureller Differenzlinien abzielt (vgl. Dannecker 2014, 212), soll im Rahmen des Vortrags am Beispiel von Terence Blakers Boy2Girl erörtert werden.

Dazu wird ein binnendifferenzierendes Lernarrangement vorgestellt, das sowohl analytische als auch produktionsorientierte Aufgaben berücksichtigt und in Kombination mit Elementen des performativen und kooperativen Lernens genutzt wird, um einerseits das fachliche Ziel der ästhetischen Wahrnehmung und eigenproduktiven Gestaltungsfähigkeit sowie andererseits die pädagogische Absicht einer gendersensiblen Agency zu erreichen.

Schließlich werden die Ergebnisse der Erprobung dieses Lernarrangements in einer siebten Klasse reflektiert und diskutiert.

Literatur:

  • Dannecker, Wiebke: Literaturunterricht inklusiv gestalten – individuelle Zugänge zu einem literarischen Text ermöglichen. Ergebnisse eines empirischen Unterrichtsprojekts. In: Deutschunterricht in der Inklusion. Hrsg. v. Johannes Hennies und Michael Ritter. Stuttgart: Fillibach 2014. S. 211-222.
  • (Un)Doing Gender als gelebtes Unterrichtsprinzip. Sprache – Politik – Performanz. Hrsg. v. Marlen Bidwell-Steiner u. Stefan Krammer. Wien: Facultas 2010.

Kontakt: w.dannecker@uni-koeln.de