Sturm, Afra: Explizite Instruktion als Explizierung sprachlicher Praktiken

 

Mittwoch, 21.9.2016

11:15-12:00 Uhr

Afra Sturm (Pädagogische Hochschule FHNW / Brugg) Explizite Instruktion als Explizierung sprachlicher Praktiken

 

Schulen mit einem hohen Migrationsanteil nehmen im Kanton Zürich am QUIMS-Programm teil (QUIMS = Qualität in multikulturellen Schulen). Im Zentrum dieses Beitrags steht die Frage, inwiefern die Schreibförderung im Rahmen von QUIMS dazu beitragen kann, implizite sprachliche Praktiken zu explizieren.

Schwache SuS verfügen über geringes schreibbezogenes Wissen: Ohne solches Wissen ist ein erfolgreicher Schreiberwerb unwahrscheinlich. Die explizite Vermittlung u.a. von Schreibstrategien setzt hier an und expliziert gleichzeitig die sprachlichen Muster, um über das Schreiben sprechen und nachdenken zu können.

Explizite Vermittlung erfordert seitens Lehrpersonen nicht nur Fach- und fachdidaktisches Wissen, sondern auch sprachliche Fähigkeiten. Unterrichtsmaterialien sollten dem Rechnung tragen. Dazu werden die Musteraufgaben vorgestellt, die im Rahmen der QUIMS-Schreibförderung erstellt wurden.

Zudem wird dafür argumentiert, dass die herausgearbeiteten Grundsätze auch in andere Domänen übertragbar sind.

Literatur:

  • Harris, Karen R.; Graham, Steve; Brindle, Mary und Sandmel, Karin (2009): MetacognitionandChildren’s Writing. In: Hacker, Douglas J.; Dunlosky, John; und Graesser, Arthur C. (Hrsg.): Handbook ofMetacognition in Education. New York: Taylor & Francis. S. 131–153.
  • Sturm, Afra (2015): Schul- und Unterrichtsentwicklung im Bereich Schreiben am Beispiel von QUIMS-Schulen. In: Leseforum, Heft 2. [www.leseforum.ch]

Kontakt: afra.sturm@fhnw.ch