Kleinschmidt, Katrin: Das implizite Curriculum konzeptioneller Schriftlichkeit in der an die Schülerinnen und Schüler gerichteten Sprache (SgS)

 

Montag, 19.9.2016

14:00-14:45 Uhr

Katrin Kleinschmidt (Universität zu Köln) Das implizite Curriculum konzeptioneller Schriftlichkeit in der an die Schülerinnen und Schüler gerichteten Sprache (SgS)

 

Im medial-mündlichen Unterrichtsdiskurs werden die Schülerinnen und Schüler vor allem durch die Sprache der Lehrerinnen und Lehrer rezeptivund implizit mit den Struktur- und Ausdrucksformen der Unterrichtssprache konfrontiert. Gerade in der Lehrersprache lässt sich also der heimliche unterrichtssprachliche Lehrplan gut untersuchen. Für die Analyse der an die Schülerinnen und Schüler gerichteten Sprache (SgS) und ihrer Veränderung über die Jahrgangsstufen wird im Vortrag das kontinuale Konstrukt der „konzeptionellen Schriftlichkeit“ nach Koch und Oesterreicher (1986) operationalisiert. Die Lehrersprache kann so dahingehend untersucht werden, ob sich in ihr eine „Sekundäre Literalisierung“ (Pohl 2006) widerspiegelt. Die Analysen basieren auf einem Korpus von Deutsch- und Biologiestunden von vier Gymnasiallehrpersonen, deren Unterricht jeweils in einer Klasse der Unterstufe, Mittelstufe und Oberstufe videodokumentiert wurde. Zusätzlich wurden vier Grundschullehrpersonen (im Deutsch- resp. Sachunterricht) in dritten Klassen in die Untersuchung einbezogen.

Literatur:

  • Koch, Peter/Oesterreicher, Wulf (1986): Sprache der Nähe – Sprache der Distanz.Mündlichkeit und Schriftlichkeit im Spannungsfeld von Sprachtheorie und Sprachgeschichte. In: Romanistisches Jahrbuch 1985. Jg. 36. S. 15-43.
  • Pohl, Thorsten (2006): Projektskizze. Sekundäre Literalisierung/Distanzsprachliche Sozialisierung. In: SDd Mitgliederbrief. Nr. 18. S. 2-5.
Kontakt: katrin.kleinschmidt@uni-koeln.de Projektgruppe: AG Schriftlichkeit des IDSL II der Universität zu Köln