Schröder, Etje: Schriftstrukturbezogenes Lernen und Lehren aus Sicht von Lehrenden

 

Montag, 19.9.2016

15:00-15:45 Uhr

Etje Schröder(Universität Hamburg) Schriftstrukturbezogenes Lernen und Lehren aus Sicht von Lehrenden

 

Für die erfolgreiche Anbahnung schriftsprachlicher Kompetenzen haben sich die sach- und lerneradäquate Modellierung des Lerngegenstands (vgl. Hinney 2014) und die entsprechende Lehrerkompetenz als zentral erwiesen. Noch zu klären ist, welche Wissensbestände, Einstellungen und Erfahrungen für Lehrende bei der Gestaltung schriftsprachlicher Lernprozesse handlungs­leitend sind. Dieser Frage wird in einer Interviewstudie mit Grundschullehr­kräften, die einen (zumindest in Ansätzen) am System der Wortschreibung (vgl. Eisenberg 2013) und an suprasegmentalen Strukturen orientierten Unterricht gestalten, nachgegangen. Im Vortrag wird gezeigt, inwieweit Lehrkräfte ihren sachanalytischen Zugriff auf den Lerngegenstand mit didakti­schen Entscheidungen verknüpfen. Dafür werden ihre grundlegenden ortho­graphiedidaktischen Orientierungen sowie ihr Umgang mit Schülerschrei­bungen und Lernmaterialien untersucht, um Potenziale eines schriftstruktur­bezogenen Unterrichts, „Stolpersteine“ sowie Unterstützungsbedarfe v.a. mit Blick auf die sprachliche und leistungsbezogene Heterogenität der Lernenden zu erfassen.

Literatur:

  • Eisenberg, P. (2013): Grundriss der deutschen Grammatik. Band 1: Das Wort. 4., überarbeitete und aktualisierte Aufl. Stuttgart, Weimar: Metzler.
  • Hinney, G. (2014): Lesen- und Schreibenlernen mit der Silbe – ein sprachdidaktischer Fortschritt? In: Wrobel, D./Müller, A. (Hg.): Bildungsmedien für den Deutschunterricht. Vielfalt – Entwicklungen – Herausforderungen. Bad Heilbrunn: Klinkhardt, S. 143–169.

Kontakt: etje.schroeder@uni-hamburg.de