Hüttis-Graff, Petra: Anfänge des Rechtschreiblernens früher und heute – Ergebnisse einer diachronen Longitudinalstudie in Hamburg

 

Mittwoch, 21.9.2016

11:15-12:00 Uhr

Petra Hüttis-Graff (Universität Hamburg) Anfänge des Rechtschreiblernens früher und heute – Ergebnisse einer diachronen Longitudinalstudie in Hamburg

 

Die Neunormierung von Rechtschreibtests (z.B. HSP, WRT) zeigt, dass in den letzten Jahren die Rechtschreibleistung in Klasse 1 und 2 nicht schlechter, sondern in den Tests sogar besser geworden ist. Inwiefern sich die Rechtschreibleistungen der Erstklässler im Test oder auch beim Textschreiben verändert haben, ist bisher jedoch nicht untersucht.

Im Vortrag werden Befunde zur Qualität der Schreibungen von Erstklässlern aus 18 Hamburger Klassen im Test und im Text vorgestellt – vor 20 Jahren und heute (s. Hüttis-Graff 1996 und 2015). Dabei geht es um folgende Fragen: Was zeigt die Qualität der Fehler über die frühen Wege des Rechtschreiblernens ab November in Klasse 1 bei Kindern mit deutscher und anderer Familiensprache, früher und heute? Welcher Art sind die Schwierigkeiten der Erstklässler die später zu den rechtschreibschwächsten oder aber zu den erfolgreichen Rechtschreibern gehören? Die Befunde ermöglichen Folgerungen für den Anfangsunterricht, beispielsweise zur umstrittenen Arbeit mit Anlauttabellen.

Literatur:

  • Hüttis-Graff, Petra (1996): Abschlussbericht des BLK-Modellversuchs „Elementare Schriftkultur als Prävention von Analphabetismus und Lese- Rechtschreibschwierigkeiten in der Grundschule“. Hrsg: Bernd-Axel Widmann; Hamburg.
  • Hüttis-Graff, Petra (2015): „Feuer mit i?“ – Wege zum Rechtschreiben in Klasse 1. In: Die Grundschulzeitschrift, Heft 290, S. 48-53.

Kontakt: petra.huettis-graff@uni-hamburg.de