Geist, Barbara: Heterogene Wege zur Schrift im gemeinsamen Deutschunterricht

 

Mittwoch, 21.9.2016

10:15-11:00 Uhr

Barbara Geist (Universität Leipzig) Heterogene Wege zur Schrift im gemeinsamen Deutschunterricht

 

Ziel eines gemeinsamen Deutschunterrichts ist es, allen Schülerinnen und Schülern schriftsprachliches Lernen zu ermöglichen. Unter Rückbezug auf die historische Entwicklung der Schrift, die Konzeption einer „elementaren Schriftkultur“ (Dehn 1996) sowie einen erweiterten Lese- und Schreibbegriff (vgl. Günthner 2013) wird ein schriftkultureller Rahmen entwickelt, in dem sich gemeinsames schriftsprachliches Lernen vollziehen kann. Die These lautet, dass erst die Verbindung dieses schriftkulturellen Rahmens mit einem strukturbezogenen Zugriff auf Schrift tatsächlich gemeinsames schriftsprachliches Lernen ermöglicht. Auf dieser Basis werden Konsequenzen für das gemeinsame Lernen der Schriftsprache aufgezeigt und anhand von Fallbeispielen verdeutlicht. Es wird diskutiert, wie Lernsituationen so gestaltet werden können, dass heterogene Wege zur Schrift beschritten werden können.

Literatur:

  • Dehn, Mechthild (1996): Einleitung: Elementare Schriftkultur. In: Dehn, M./Hüttis-Graff, P./Kruse, N. (Hrsg.): Elementare Schriftkultur. Schwierige Lernentwicklung und Unterrichtskonzept. Weinheim: Beltz, S.8-14.
  • Günthner, W. (2013): Lesen und Schreiben lernen bei geistiger Behinderung. Grundlagen und Übungsvorschläge zum erweiterten Lese- und Schreibbegriff. Dortmund: verlag modernes lernen.

Kontakt: barbara.geist@uni-leipzig.de