Vach, Karin: Die typografische Gestaltung von kinderliterarischen Texten

 

Mittwoch, 21.9.2016

11:15-12:00 Uhr

Karin Vach (Pädagogische Hochschule Heidelberg) Die typografische Gestaltung von kinderliterarischen Texten

 

Kinder- und Jugendliteratur unterliegt im Hinblick auf ihre Medialität und Modalität in den letzten Jahren großen Wandlungsprozessen. Im Printbereich ist vermehrt zu beobachten, dass Geschichten nicht mehr solitär durch Schrift vermittelt werden. Die Multimodalität literarischer Texte – die Kombination von Sprache und Schrift, von Bildern, Farben, Flächen und Design – ist bei Grafic Novels und Bilderbüchern offenkundig; sie wird auch in neueren Werken der Kinder- und Jugendliteratur zunehmend sichtbarer und kreativer. In der schulischen Literaturvermittlung spielt die Multimodalität von Printtexten bislang keine Rolle.

Die zentrale These des Sektionsbeitrags ist, dass über die Schrift hinaus auch andere Zeichenmodalitäten für den literarästhetischen Rezeptionsprozess fruchtbar gemacht werden können. Anhand von videografierten Unterrichtserprobungen in (inklusiven) Klassen der Primarstufe soll gezeigt werden, wie die Multimodalität das literarische Verstehen unterstützen und zum ästhetischen Genuss beitragen kann.

Literatur:

  • Serafini, Frank (2014): Reading the Visual. An Introduction to teaching Multimodal Literacy. New York: Teachers College.
  • Vach, Karin (2014): Typographie im Bilderbuch. In: Scherer, Gabriela; Volz, Steffen; Wiprächtiger-Geppert, Maja (Hrsg.): Bilderbuch und literar-ästhetische Bildung. Aktuelle Forschungsperspektiven. Trier: WVT, 247-263.

Kontakt: vach@ph-heidelberg.de