Winkler, Iris: Was heißt „Potenzial zur kognitiven Aktivierung“ im Literaturunterricht?

 

Montag, 19.9.2016

14:00-14:45 Uhr

Iris Winkler (Friedrich-Schiller-Universität Jena) Was heißt „Potenzial zur kognitiven Aktivierung“ im Literaturunterricht?

 

Das Potenzial zur kognitiven Aktivierung gilt als eine von drei lernwirksamen Basisdimensionen von Unterrichtsqualität. Aus fachdidaktischer Sicht ist es die interessanteste dieser Basisdimensionen, weil sie sich auf fachbezogene Lernprozesse bezieht. Die Operationalisierung erfolgt i. d. R. über die Merkmale gestellter Aufgaben und deren Implementation in den Unterricht. Klieme (2006) betont, dass das Potenzial zur kognitiven Aktivierung fachbezogen spezifiziert werden muss. Für den Literaturunterricht liegt eine differenzierte Konzeptspezifikation bisher nicht vor. Der Beitrag stellt einen Vorschlag zur Diskussion, wie das Potenzial zu kognitiver Aktivierung für den Literaturunterricht modelliert und operationalisiert werden kann (vgl. Winkler 2015). In der Pilotstudie zum Projekt KoALa wurden entsprechende Kodierinstrumente entwickelt und erprobt. Die Datenbasis bilden sechs videographierte Unterrichtseinheiten zu Julia Francks „Streuselschnecke“ im 8. Gymnasialjahrgang

Literatur:

  • Klieme, Eckhard (2006): Empirische Unterrichtsforschung. Aktuelle Entwicklungen, theoretische Grundlagen und fachspezifische Befunde. In: Zeitschrift für Pädagogik 52, H. 6, S. 765-773.
  • Winkler, Iris (2015): „Subjektive Involviertheit und genaue Wahrnehmung miteinander ins Spiel bringen“. Überlegungen zur Spezifikation eines zentralen Konzepts für den Literaturunterricht. In: Leseräume, H. 2, S. 155-168.
Kontakt: iris.winkler@uni-jena.de