Pissarek, Markus: Aufgabenkonstruktion aus Ausbildungsperspektive: Lässt sich Aufgabenqualität in einem experimentellen Design bestimmen?

 

Dienstag, 20.9.2016

15:00-15:45 Uhr

Markus Pissarek (Universität Regensburg) Aufgabenkonstruktion aus Ausbildungsperspektive: Lässt sich Aufgabenqualität in einem experimentellen Design bestimmen?

 

Auf Basis eines allgemeindidaktischen Kategoriensystems zur Analyse des kognitiven Potentials von Aufgaben (Maier/Kleinknecht/Metz/Bohl 2010) und Publikationen von Juliane Köster zur Aufgabenkultur wurde ein Instrument entwickelt, das der Bewertung literarischer Aufgaben dient. Die theoretische Basis bildete dabei ein literatursemiotisches Niveaustufenmodell (Pissarek/Schilcher 2015). Studierende entwickelten auf Basis dieses Modells in Expertengruppen 18 umfangreichere Aufgaben, die anschließend in einem experimentellen Design erprobt und beurteilt wurden. Mit Hilfe des Datensatzes an 412 Aufgabenbewertungen können nun erste vorsichtige Rückschlüsse auf die Wahrnehmung von Aufgabenqualität aus Expertensicht gezogen werden. Welche Skalen weisen Zusammenhänge auf (z. B. Motivationspotential, kognitiver Prozess, Schwierigkeit)? Welche Erkenntnisse lassen sich aus Ausbildungsperspektive aus dem Projekt zur geforderten „professionellen Komplexitätsreduktion“ (vgl. Köster 2005: 190) gewinnen?

Literatur:

  • Köster, Juliane (2005): Evaluation von Kompetenzen im Deutschunterricht – neues Etikett oder bildungspolitische Wende? In: Heidi Rösch (Hrsg.): Kompetenzen im Deutschunterricht. Frankfurt/M., 53-71.
  • Maier, U./Kleinknecht, M./Metz, K./Bohl, T. (2010). Ein allgemeindidaktisches Katgoriensystem zur Analyse des kognitiven Potenzials von Aufgaben. In: Beiträge zur Lehrerinnen- und Lehrerbildung, 28(1), 84-96.
Kontakt: markus.pissarek@ur.de