Kudlowski, Marc: Medienintegrative Verfahren der Leseförderung – Zur Rolle und Funktion kinderliterarischer Populär- und Trivialformate für komplexitätsgerichtete Übergänge

 

Dienstag, 20.9.2016

11:15-12:00 Uhr

Marc Kudlowski (Universität Paderborn) Medienintegrative Verfahren der Leseförderung – Zur Rolle und Funktion kinderliterarischer Populär- und Trivialformate für komplexitätsgerichtete Übergänge

 

Für einen an den medialen Praktiken von Kindern ausgerichteten Lese- und Literaturunterricht ist bedeutsam, wie die Motive kindlicher Mediennutzung für die Erweiterung literarisch-ästhetischen Handlungsvermögens genutzt werden können (vgl. Kruse 2014). Unterrichtlich essentiell ist damit die Modellierung von gegenstandsseitigen und subjektseitigen Übergängen in Form von Lehr-Lern-Arrangements, die populäre und trivialitätsbezogene Praktiken in Lesepraktiken überführen. Das leseanimatorische Potenzial medienintegrativer Arrangements soll im Vortrag anhand subjektseitig explizierter buchgebundener Gratifikationserfahrungen aufgezeigt werden, die in Form „metakognitiver Verbalprotokolle“ vorliegen und qualitativ-inhaltsanalytisch ausgewertet werden. Auf Grundlage von drei Pilotstudien zu Lehr- und Lernarrangements, bei denen gegenstandsseitig kinderliterarische Medienverbünde genutzt wurden, werden ferner Variablen und Kategorien für eine zu konzipierende Interventionsstudie zur Leseförderung mit medienintegrativen Verfahren (Klassenstufen 3 und 4) vorgestellt, die ihren Fokus auf den Übergang zu einem gewandelten Leseselbstkonzept legt.

Literatur:

  • Kruse, Iris (2014): Brauchen wir eine Medienverbunddidaktik? Zur Funktion kinderliterarischer Medienverbünde im Literaturunterricht der Primar- und frühen Sekundarstufe. In: Leseräume – Zeitschrift für Literalität in Schule und Forschung, Jg. 1, Heft 1, S. 1-30.

Kontakt: marc.kudlowski@uni-paderborn.de