Zielinski, Sascha: Texteschreiben in heterogenen Gruppen. Eine rekonstruktive Analyse.

 

Montag, 19.9.2016

11:15-12:00 Uhr

Sascha Zielinski (Martin-Luther-Universität Halle/Wittenberg) Texteschreiben in heterogenen Gruppen. Eine rekonstruktive Analyse.

 

Herausforderungen des schulischen Texteschreibens liegen in der Erfüllung sowohl formal-textueller als auch inhaltlicher Anforderungen. Vor allem hinsichtlich der formal-textuellen Eigenschaften existieren jedoch Überlegungen für ein erweitertes Textverständnis (Dönges 2015). Im Vortrag wird daran anknüpfend der Umgang zweier SchülerInnen mit einer Schreibanregung anhand eines Protokolls einer teilnehmenden Beobachtung und der entstandenen Texte rekonstruiert. Dabei werden die mündlichen und schriftlichen Textversionen in unterschiedlichen Momenten des Textentstehungsprozesses unter Berücksichtigung der Interventionen der Lehrerin analysiert. Herauszuarbeiten sind die Funktionen, die der Text für die unterschiedlichen Akteure in der sozialen Situation Unterricht im Sinne einer literalen Praxis (Barton & Hamilton 2000) besitzt, um Erkenntnisse für die Operationalisierung eines erweiterten Textbegriffs in inklusiv-didaktischen Settings zu generieren.

Literatur:

  • Dönges, Christoph (2015): Texte schreiben. In: Pompe, Anja (Hrsg.): Deutsch inklusiv. Gemeinsam lernen in der Grundschule. Baltmannsweiler: Schneider-Verlag Hohengehren, S. 88-103.
  • Barton, D. & Hamilton, M. (2000). Literacy practices. In: D. Barton, M. Hamilton, & R. Ivanič (Eds.), Situated literacies: Reading and writing in context (pp. 7-15). London:Routledge. http://e503.weebly.com/uploads/8/6/2/3/8623935/situated_literacies_-_ch._1.pdf (aufgerufen am 22.2.2016)

Kontakt: sascha.zielinski@paedagogik.uni-halle.de