Zegenhagen, Jana: Schreiben: Biographie und Bedeutung. Kontextuelle und individuelle Bedingungen für bedeutsames Schreiben

 

Mittwoch, 21.9.2016

15:00-15:45 Uhr

Jana Zegenhagen (Universität Hildesheim) Schreiben: Biographie und Bedeutung. Kontextuelle und individuelle Bedingungen für bedeutsames Schreiben

 

Gegenwärtig interessiert in der Literalitätsforschung, wie kulturelle Praxen in einem umfassenden Literalitätskonzept integrativ modelliert und inwiefern außerschulische Schreibpraxen sinnvoll in den Deutschunterricht eingebunden werden können (vgl. Sturm/Weder 2011, 29f, 36). Für den Lernort Hochschule ist relevant, mit welchen Einstellungen und Erfahrungen mit Schriftkultur Studierende in das Studium eintreten und wie sie ihre Lernprozesse in Bezug auf akademische Textrezeption und -produktion gestalten. Mittels autobiographischer Texte sowie Problemzentrierter Interviews (Witzel/Reiter 2012) erhebe ich, a) welche Erfahrungen die Studierenden des LA Deutsch als prägend für ihren Umgang mit Schriftmedien erinnern, b) durch welche sozio-kulturellen Kontexte und individuellen Gründe die Studierenden eine ausgeprägte Schreibpraxis pflegen und das Schreiben als persönlich bedeutsam erleben. Erste Ergebnisse meines Dissertationsprojektes sowie Diskussionslinien stelle ich vor.

Literatur:

  • Sturm, Afra/Weder, Mirjam (2011): Schreiben als sinnhaftes und sichtbares Tun. In: Schneider, Hansjakob (Hrsg.): Wenn Schriftaneignung (trotzdem) gelingt: Literale Sozialisation und Sinnerfahrung. Weinheim/München: Juventa. S. 18–37.
  • Witzel, Andreas/Reiter, Herwig (2012): The Problem-centred Interview. Principles and Practice. Los Angeles u. a.: Sage.

Kontakt: jana.zegenhagen@uni-hildesheim.de