Rose, Sarah: Literale Praktik(en) des argumentierend-erörternden Schreibens in den Fächern Deutsch, Geschichte und Biologie

 

Mittwoch, 21.9.2016

10:15-11:00 Uhr

Sarah Rose (Universität zu Köln) Literale Praktik(en) des argumentierend-erörternden Schreibens in den Fächern Deutsch, Geschichte und Biologie

 

In der Domäne Schule wird in nahezu allen Fächern argumentiert, wobei dem Deutschunterricht oftmals eine zentrale Rolle bei der Vermittlung von fächerübergreifenden Fähigkeiten für das Argumentieren zugesprochen wird (vgl. Schneider/Tetling 2012, 216). Die Argumentationskompetenz müsste demnach zwischen den Fächern Deutsch, Geschichte und Biologie transferiert werden können, wofür diese Fächer ähnliche Vorgaben an die Textproduktion stellen müssten. Dies erscheint nach Feilke (2012, 12) mit Blick auf die Operatorenverwendung jedoch fraglich. Vor diesem Hintergrund werden im Vortrag erste Ergebnisse meines Forschungsprojektes vorgestellt, indem die Frage fokussiert wird, welche Zielvorgaben die drei Fächer in den Jahrgangsstufen 7, 9 und 12 für das argumentierend-erörternde Schreiben stellen und welchen Einfluss diese auf die Textprodukte ausüben. Es soll mit anderen Worten ergründet werden, ob und inwieweit die jeweilige Fachkultur das argumentierende Schreiben prägt, indem es fächervergleichend betrachtet wird. Grundlagen hierfür sind Lehrwerksanalysen, Analysen von Schülertexten und von lehrerseitigen Erwartungshorizonten.

Literatur:

  • Feilke, Helmuth (2012): Bildungssprachliche Kompetenzen — fördern und entwickeln. In: Praxis Deutsch (233), S. 4-13.
  • Schneider, Frank & Klaus Tetling (2012): Argumentierend schreiben. In: Becker-Mrotzek, Michael & Ingrid Böttcher: Schreibkompetenz entwickeln und beurteilen. Unter Mitarbeit v. Julia Dreher, Jörg Jost, Frank Schneider & Klaus Tetling. 4. überarb. Aufl. Berlin: Cornelsen Verlag Scriptor. S. 216-243.

Kontakt: sarah.rose@uni-koeln.de

Projektgruppe: Arbeitsgruppe Schriftlichkeit des IDSL II der Universität zu Köln