Langlotz, Miriam: Spuren des Literarischen – Imitation als Instrument des Schreibens

 

Mittwoch, 21.9.2016

14:00-14:45 Uhr

Miriam Langlotz (Technische Universität Braunschweig) Spuren des Literarischen – Imitation als Instrument des Schreibens

 

Die Fähigkeit, sprachliche Strukturen rezeptiv wahrzunehmen und in eigenen Texten reproduzieren zu können, gilt es im Unterricht zu lernen und als Schreibstrategie nutzbar zu machen (vgl. Hornung 1997, 77). Diese Fähigkeit zeigt sich in kreativen Schülertexten durch die Imitation von literarischen Mustern, die SchreiberInnen aus Jugendbüchern oder Filmen übernehmen (vgl. Dehn/Merklinger/Schüler 2011). Durch eine empirische Auswertung narrativer Schülertexte der Sekundarstufe I werden literarische Muster auf unterschiedlichen Ebenen identifiziert. Anschließend wird der Grad der kontextuellen Einpassung von möglichen entlehnten Mustern in den jeweiligen Schülertext untersucht, um anhand dieser Ergebnisse den Status der Imitation als verfügbare Schreibstrategie bestimmen zu können. Abschließend erfolgt ein Ausblick auf den didaktischen Nutzen der Ergebnisse und die Frage, wie der Erwerb solcher Schreibstrategien gefördert werden kann.

Literatur:

  • Dehn, M./Merklinger, D./Schüler, L. (2011): Text und Kontexte. Schreiben als kulturelle Tätigkeit in der Grundschule. Seelze: Kallmeyer/Klett.
  • Hornung, A. (1997): Führen alle Wege nach Rom? Über kulturspezifische Zugangsweisen zu Schreibprozessen. In: Adamzik, K.; Antos, G.; Jakobs, E.: Domänen- und kulturspezifisches Schreiben. Frankfurt a.M.: Peter Lang. S. 71-102.

Kontakt: miriamlanglotz@uni-kassel.de