Donhauser, Carolin: Das Schreiben zu literarischen Texten als Herausforderung – Formulierungsfähigkeiten in der Sek II systematisch fördern

 

Mittwoch, 21.9.2016

11:15-12:00 Uhr

Carolin Donhauser (Universität Regensburg) Das Schreiben zu literarischen Texten als Herausforderung – Formulierungsfähigkeiten in der Sek II systematisch fördern

 

Schreiben als kulturelle Tätigkeit hat zahlreiche Facetten. Eine zentrale Rolle kommt dabei dem Formulieren als Transformieren der inneren in die äußere Sprache zu, in eine Sprache des Gebrauchs institutionell und kontextuell gebundener Formen.

Für Schüler stellt die schrift(sprach)liche Auseinandersetzung mit Literatur eine besondere Herausforderung dar. Im Vortrag werden erste Ergebnisse einer Interventionsstudie zum Verfassen schulischer Gedichtinterpretationen in der Sek II vorgestellt. Ziel ist es, herauszufinden, ob das Lesen modellhafter Texte bereits hinreichende mimetische Prozesse in Gang setzt, um domänen- und gattungsspezifische Texte zu produzieren, oder ob es nicht vielmehr einer zusätzlichen systematischen Sprachförderung an und mit Modelltexten bedarf – hier in Form eines strategiebasierten Trainings –, um die kulturelle Praxis der schriftlichen Gedichterschließung zu erlernen. Die empirische Auswertung der Daten soll zeigen, inwiefern sich derartige kulturelle Ressourcen in den Schreibprodukten der Schüler wiederfinden und ob sich eine Verbesserung der Textqualität nachweisen lässt.

Literatur:

  • Feilke, Helmuth (2014): Argumente für eine Didaktik der Textprozeduren. In: Thomas Bachmann, Helmuth Feilke (Hg.): Werkzeuge des Schreibens. Beiträge zu einer Didaktik der Textprozeduren. Freiburg: Filibach, S. 11-34.
  • Graefen, Gabriele (2009): Muttersprachler auf fremdem Terrain? Absehbare Probleme mit der Sprache der Wissenschaft. In: Magdalène Lévy-Tödter (Hg.): Hochschulkommunikation in der Diskussion. Frankfurt a. M.: Peter Lang, S. 263-280.

Kontakt: carolin.donhauer@ur.de