Rüßmann, Lars: Schreibförderung durch Sprachförderung. Eine Interventionsstudie zur Wirksamkeit von Schreibarrangements in der mehrsprachigen Sekundarstufe I

 

Montag, 19.9.2016

15:00-15:45 Uhr

Lars Rüßmann (Universität Siegen) Schreibförderung durch Sprachförderung. Eine Interventionsstudie zur Wirksamkeit von Schreibarrangements in der mehrsprachigen Sekundarstufe I

 

Lässt sich Schreiben situiert durch Sprache fördern? Und sind es sprachliche Formen oder Funktionen, die im Rahmen einer sprachlichen Situierung des Schreibens effektiv sind? Im vorliegenden Beitrag sollen Fragen wie diese anhand der Ergebnisse des vom BMBF geförderten Projekts „SimO“ diskutiert werden. Es handelt sich dabei um eine Interventionsstudie zur Wirksamkeit von „Schreibarrangements“ (Anskeit/Steinhoff 2014) in der mehrsprachigen 6. Jahrgangsstufe verschiedener Schulformen. Die Kernfrage lautet, wie sich unterschiedliche sprachliche Hilfen auf die Qualität der Schülertexte auswirken. Dafür wird auf das Konzept der „Textprozedur“ (Feilke 2014) Bezug genommen. Textprozeduren werden als Artefakte in die Arrangements eingebunden und im Rahmen des Beitrags als Beispiel kulturellen Lernens im Schreibunterricht diskutiert. Varianzanalytische Befunde deuten auf die Wirksamkeit einer „Schreibförderung durch Sprachförderung“ hin, wenn es einen Bezug zum sprachlichen Handeln gibt.

Literatur:

  • Anskeit, Nadine/Steinhoff, Torsten (2014): Schreibarrangements für die Primarstufe. Konzeption eines Promotionsprojekts und erste Ergebnisse zum Gebrauch von Schlüsselprozeduren. In: Bachmann, Thomas/Feilke, Helmuth (Hg.): Werkzeuge des Schreibens. Beiträge zu einer Didaktik der Textprozeduren. Freiburg im Breisgau. Fillibach bei Klett. S. 129-155
  • Feilke, Helmuth (2014): Argumente für eine Didaktik der Textprozeduren. In: Bachmann, Thomas/Feilke, Helmuth (Hg.): Werkzeuge des Schreibens. Beiträge zu einer Didaktik der Textprozeduren. Freiburg im Breisgau. Fillibach bei Klett. S. 11-34

Kontakt: ruessmann@germanistik.uni-siegen.de

Projektgruppe: Prof. Dr. Torsten Steinhoff (Universität Siegen), Prof. Dr. Nicole Marx (Universität Bremen), Anne Kathrin Wenk (Universität Bremen)