Radvan, Florian: Effi meets Effi meets Effi. Lektüren und (historische) Lesarten

 

Mittwoch, 21.9.2016

11:15-12:00 Uhr

Florian Radvan (Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn) Effi meets Effi meets Effi. Lektüren und (historische) Lesarten

 

Lektürekanon geradezu klas­sischen Textes konkretisiert: Fontanes „Effi Briest“, ein Roman, der in einer Viel­zahl von Ausgaben vorliegt. Inwieweit die eigens für den Deutschunterricht edi­tierten Texte eine bestimmte literar-ästhetische Rezeption präfigurieren, soll einen der Schwer­punkte bilden. Dazu werden verschiedene Formen der Peri- und Epitextualisie­rung untersucht, die „Effi Briest“ unterschiedlich als einen histori­schen Gegen­stand literari­schen Lernens markieren. Auf welche Weise wer­den etwa Ak­kommodati­onen des in der Erstausgabe veröffentlichten Textes vorgenom­men, um Wahr­neh­mungs­weisen des ‚Poetischen‘ für Schülerinnen und Schüler im 21. Jahrhundert zu eröffnen, aber auch zu kanalisie­ren. Im Rahmen des Vortrages werden auch Ergebnisse eines For­schungsprojektes zu „Textausgaben im Deutschunterricht“ einbezogen, das 2015 an der Universität Bonn initiiert wurde.

Literatur:

  • Pieper, Irene/Wieser, Dorothee (Hg.): Fachliches Wissen und Literarisches Verstehen. Studien zu einer brisanten Relation. Frankfurt am Main: Peter Lang 2012.
  • Radvan, Florian: „Edition, Didaktik und Nutzungsforschung. ‚Lesen‘ und ‚Benutzen‘ als Paradig­men des Umgangs mit Textausgaben im Deutschunterricht“. In: editio. Internationales Jahr­buch für Editionswissenschaft 28 (2014), S. 17-43.

Kontakt: Florian.Radvan@uni-bonn.de