Timo Brunke: Wort und Spiel – ein Performance-Poet packt aus

Wie schmecken Wörter, wenn sie vollmundig werden? Was hat das geregelte Chaos eines Sprachspiels im Unterricht verloren? Welche Potentiale schlummern in Sprachspielideen für kulturellen Austausch und gruppendynamische Freude? Welchen Anteil hat künstlerisches Bewusstsein für sprachliche Bildungsprozesse angesichts von Heterogenität, Media- und Globalisierung im Klassenzimmer? Die Teilnehmerinnen des Workshops werden zu spinnen beginnen, und die Teilnehmer auch. Es gibt etwas zu lernen, und zwar jenseits der Wissenschaft vom Unterrichten. Das, worum es geht, passiert genau dann, wenn die Reflexion schweigt und der Moment des Spiels über die Gruppe kommt. Der Widerspruch liegt darin: je zweckfreier ein Spiel gespielt wird, umso mehr nützt es. Wer also gern den Mund auf und hier mitmacht, lässt sich drauf ein. Und nimmt etwa ein halbes Dutzend Spiele mit heim, die schon so manchen schulischen Augenblick zum Leuchten brachten. Timo Brunke steht seit 1993 mit Poesieprogrammen auf der Bühne. Er hat 2001 den U20-Poetry Slam ins Leben gerufen und den Aufbau der deutschsprachigen Poetry-Slam-Szene in den 00er Jahren mitgestaltet. Als Wortkünstler macht er sich seit vielen Jahren für die sprachliche Bildungsarbeit stark. Er betreute u.a. fünf Jahre lang im Tandem mit Pädagogen den Deutschunterricht zweier Werkrealschulklassen. Das Pilotprojekt wurde von der Robert-Bosch-Stiftung ausgezeichnet. Seit 2012 gibt Timo Brunke sein Praxiswissen am Literaturhaus Stuttgart im Rahmen einer zweijährigen Weiterbildungsreihe an interessierte Deutschlehrerinnen, Deutschlehrer weiter. Er lebt mit Familie in Stuttgart. www.timobrunke.de   Timo Brunkes Publikationen zum Thema:
  • „Warum heißt das so?“ (Klett Kinderbuch 2009)
  • „10 Minuten Dings“ (Klett Kinderbuch 2013)
  • "Wort und Spiel im Unterricht“ (Klett-Kallmeyer 2015)
Mittwoch, 21.09.2016, 14:30-16:00 Uhr, Raum 1.339